
Über uns
Wir sind zwar kein Kollektiv, aber im Sinne von colligere «zusammensuchen, zusammenlesen» sind wir eine unbestimmte Interessensgemeinschaft, die zumindest den Raum teilt, manchmal auch die Zeit, oft auch das Material und manchmal auch die Zeugen-, Zuschauer- oder Zuhörerschaft.
Ergänzend zur PROGR Awareness-Kampagne gilt für den P e r f o r m a n c e S p a c e 3 6 9 die JDA Jerusalem Declaration on Antisemitism.
«Art is what we do.
Culture is what is done to us»
Carl Andre, 1968
Valerian Maly & Klara Schilliger
Die beiden heute in Bern und La Chaux-de-Fonds lebenden Künstler Klara Schilliger (*1953 in Sursee) und Valerian Maly (*1959 in Tübingen) arbeiten und leben seit 1984 gemeinsam in den Bereichen Performance Art und Installation. Für einige spezifische Werke (meist mit direktem Einbezug des Publikums oder lokaler Partner:innen) verwenden sie den Begriff der «InstallAction». Die intermediären Installationen und Performances sind oft – nicht ausschliesslich – ortsbezogene Interventionen, denen projektbezogene Recherchen vorausgehen. Klara Schilliger und Valerian Maly bewegen sich selbstverständlich zwischen den verschiedenen Genres der Künste, ohne aber vermeintlich verlockender multimedialer Überfrachtung zu verfallen: «Es gilt einen Standort zu finden inmitten der Turbulenzen der Werte, aus denen Kunst entspringt.» (Harold Rosenberg, The Tradition of the New)
GingerEnsemble
Das GingerEnsemble, bestehend aus Valerian Maly, Seiji Morimoto, Klara Schilliger und Lara Stanic widmet sich «Historisch informierter Aufführungspraxis» experimenteller Musik (eines ihrer Vorbilder lässt sich bspw. in der «Sonic Arts Union» finden), ebenso wie orts- und situationsspezifischen Neukreationen. 2010 anlässlich der InstallAction «Monument GingerSociety» im Kunstmuseum Thun von Klara Schilliger und Valerian Maly mit Lara Stanic und Cyrill Lim gegründet, war das Berner GingerEnsemble schon mehrfach Gast des Musikfestival Bern, und anderen einschlägigen Orten für Neue Musik wie Walcheturm Zürich, Gare du Nord Basel, ABC La Chaux-de-Fonds, Rex Belgrad, sowie in verschiedenen Konstellationen auf Tournée mit u.a Miša Savić, David Behrman und Peter Streiff
Barbara Balba Weber
Projekt «Lotterorchester»
Barbara Balba Weber, Musikvermittlerin belebt meist sonntäglich den P e r f o r m a n c e S p a c e 3 6 9 mit ihrem «Lotterorchester»: In einer Art «offenem Training» treffen sich Profis und Nicht-Profis der Künste, junge und betagte Menschen einmal pro Monat am Sonntagnachmittag. Sie gestalten gemeinsam Volkslieder, Arbeiterlieder, Schubert-Lieder, etc. und integrieren verschiedene Bevölkerungsgruppen der Stadt Bern und Umgebung. Dafür benutzen sie ein Spezialinstrumentarium aus Alltagsgegenständen und zu Figuren und Masken umgebauten kaputten Musikinstrumenten.
Francesco Muzio
«Das Mühsame an der Unendlichkeit ist, dass sie so lange dauert. Vor allem gegen Schluss.»
Weisheit hat ihren Reiz, findet Francesco Muzio. Er wundert und freut sich seit jeher über seine Existenz. Der Wunsch, interessierte Menschen an diese Haltung heranzuführen, prägte sein berufliches Wirken. Vieles, was ihm dabei über die Jahre begegnet ist, hat er in seine Wühlkiste gesteckt: Darin finden sich Zen-Meditation, Kampfkunst, Atemtanz, Lachseminare, die Passion für das Didgeridoo und viele Beratungsgespräche. Bevor er verrentet wurde, hat er zwanzig Jahre lang an der HKB «Reset» unterrichtet – viele davon im heutigen Performance Space 369. Heute übt er dort mit Gleichgesinnten die stille Kampfkunst; zudem nutzt er die Grosszügigkeit des Raums, um Gespräche zu führen, die der Weite bedürfen.
Zoë Binetti
Zoë Binetti arbeitet in ihrer künstlerischen Praxis an verkörperten Beziehungen zwischen Musik, Berührung, Tanz, Licht, Material und Raum.
Jeweils am Montagabend gibt sie im Performancespace 369 ein dreistündiges Butoh- und Sinnestheatertraining: Im ersten Teil trainieren wir die körperlichen Voraussetzungen, um die Topografien der Schnittstelle Aussen- und Innenwelt tanzen zu können, im zweiten Teil Hören, Tasten und Tanzen wir uns tiefer in diese Zwischenwelten hinein und im letzten Teil teilen wir die absurde Poesie, die wir da finden, miteinander.
Keine Vorkenntnisse nötig