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P e r f o r m a n c e S p a c e 3 6 9
PROGR Zentrum für Kulturproduktion
3. Stock, Raum 369, Waisenhausplatz 30, 3011 Bern

Same Difference:

Equinox to Equinox 

public performances and all day long table

Sonntag, 22. März 2025 
06.29–18.45 Uhr

freier Eintritt – Kollekte

EQUINOX: Jedes Jahr zur Tag- und Nachtgleiche – vom 20.03. bis 22.03. – sind Tag und Nacht auf der ganzen Welt ungefähr gleich lang. Dies ist weltweit Anlass, den Öffentlichen Raum performativ zu erkunden und als kollektive Matrix von Körper-Raum-Zeit-Material-und Zeugenschaft zu verstehen, einhergehend mit der Befragung, was überhaupt der «Öffentliche Raum» ist. Dieses Projekt wurde im Rahmen des Bbekand-Symposiums «Being in Public, Encounters, Outside Space and Janer Space» im April 2017 in Belfast entwickelt und von Chumpon Apisuk vorgeschlagen, der erklärte: «Es ist der Tag, an dem alle Staaten Handlungen der Menschen, die «friedlich» und «gewaltfrei» sind, anerkennen und zulassen müssen. Dieser Aktionstag kann mit oder ohne Kontext stattfinden, steht aber für die Anerkennung des Rechts aller Menschen, den öffentlichen Raum gemeinsam zu nutzen, in Solidarität miteinander, in Respekt vor den Rechten der anderen, den gleichen öffentlichen Raum zu nutzen, sowie die Zeit.»

Diese gemeinsame Nutzung von Zeit und Raum bringt uns als temporäre (globale) Gemeinschaft möglicherweise näher zusammen, indem gewaltfreie Ausdrucksformen für lokal spezifische Bedingungen durch Performance Kunst gefördert werden.

Sonnenaufgang: 06.30 Uhr
Langer Tisch mit Frühstücksbuffet

Der Vormittag – wie der ganze Tag eigentlich auch – gestaltet sich eher informell: Im PROG Performance Space 369 BERN und in umliegenden Räumen (Korridor, Treppenhäuser etc.) können sich Performance-Gruppen finden / bilden. Denn das ist Voraussetzung: Es geht nicht um Solo-Performances, sondern um Gruppenperformances (ab zwei Personen) im öffentlichen Raum. Am Frühstückstisch und den umgebenden Räumen wird das Projekt erörtert, geplant und erprobt.

Zenit: 12.14 Uhr
«Pasta for tired dancers»

Am langen Tisch wird das Gericht «Pasta for tired dancers» des Composer – Performer Alvin Lucier (1931–2021) gereicht, das ebenso auf das Wesentliche reduziert ist, wie Luciers Kompositionen – alles Überflüssige wird weggelassen und die Aufmerksamkeit nur auf das jeweilige Phänomen selbst gelenkt. «In alter Frische» – durch den Schub von Kohlehydraten – geht es dann ab 14 Uhr bis Sonnenuntergang 18.44 Uhr mit Gruppenperformances – als eine Art Schwarm (um die belasteten Begriffe «Karawane» und «Parade» zu vermeiden) – in und durch den öffentlichen Raum der Stadt Bern. Dabei befragen wir den «Öffentlichen Raum» nach seinen strukturellen Normen, und loten die kommerziell bespielten Plätze ebenso aus wie diskret versteckte Ecken. Die Route der performativen Bespielung des öffentlichen Raumes wird am Tag selbst per App mittels fortlaufender Geo-Daten publiziert. 

Sonnenuntergang: 18.44 Uhr
«Steinsuppe»

Es handelt sich um eine Suppe mit magischem Stein: angereichert durch persönlich mitgebrachte Zutaten wie kollektiv gerüstetem Gemüse und Gewürzen.
 

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